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Das wilde Denken
Tierisch. Mein Interesse an der Natur und intensive Erlebnisse mit Tieren
haben mein Schmuckschaffen nachhaltig geprägt. Fasziniert von ihrer
Schönheit, ihrem Wesen, ihrer Lebensweise, erschließt sich mir ein Zugang
zum wilden Denken. Das Fremde und zugleich Artverwandte zieht mich an.
Verspielt, natürlich und ehrlich. Dinge in denen ich die Kraft und die
Nähe spüre.
Genauso sehe ich auch das Leid dieser Kreaturen. In ihrer Gefährdung sind
mir die Tiere sehr nahe. In meinen Serien setze ich mich auch mit Themen
wie BSE, Massentierhaltung und Fleisch auseinander. Nahe liegend, dass ich
meine Diplomarbeit dem Thema „...einfach tierisch...“ widmete.
Die Formen der Natur
Schmuck ist etwas sehr persönliches. Er sagt viel über die Träume, die
Phantasien, aber auch die Ängste des Künstlers und auch seiner Träger aus.
Meine Arbeiten sind sehr stark geprägt von der Natur, ihrer Wildheit – und
ihrer Zähmung. Natur lässt sich nicht einfach in traditionelle Formen
zwingen. So musste ich neue Ausdrucksmöglichkeiten, einen neuen Kontext
für meinen tierischen Schmuck finden: Organische Formen, teilweise auch
kombiniert mit Ornamentik aus der früheren Architektur verleihen dem
Design meinen Ausdruck, dazu Experimente zu einer neuen Art der
Herstellung.
Die
Schmuckstücke inspirieren dazu, sich von der gewohnten Schmuckform zu
verabschieden und sich auf neue Formen einzulassen.
Meine
Schmuckstücke folgen weitgehend einem Thema. Sie bilden dabei kleine
Serien und werden als Gruppe präsentiert. Dennoch ist jedes Stück ein
unverwechselbares Unikat. So wie jedes Tier - behält jedes Schmuckstück
dabei seine Eigenwilligkeit.
Die Herden der Ringe
Mich
fasziniert die Lebensart der Tiere, ihre Bewegungen, die äußere
Erscheinungsform. Dazu auch die Felle und Farbzeichnungen, die diese
Oberfläche so einzigartig machen.
Sie
können Geschichten erzählen. Ich höre sie und setze sie in meinen Arbeiten
um. Ziseliere sie ins Metall, inszeniere sie als filigrane Figurengruppen.
Die Schmuckstücke sind daher sehr detailreich und stecken voller
Aha-Effekte.
Arbeitstechnik
Hauptsächlich modelliere ich in Wachs, arbeite mit Gießtechnik im
Wachsausschmelzverfahren. Durch künstliche Oxidation verleihe ich dem
Silber einen eher schwarzen Farbton. Damit bekommen die kleinen Skulpturen
noch mehr Kontrast Um kleine Akzente im Metall zu setzen verwende ich
meist Perlen.
Beschreibungen
Zucht
und Veränderung der Tiere durch den Menschen war Ausgangspunkt für eine
Reihe von meinen Schmuck-Serien.
Fell-Ringe:
Ich
habe mich bei meiner Arbeit hauptsächlich mit Säugetieren beschäftigt.
Speziell mit solchen, die ein Fell tragen. Die daraus entstandenen Ringe
sollen erkennbar machen, wie viele verschiedene Strukturen Tierfelle haben
können. Jeder Ring hat eine andere Haptik. Es ermöglicht uns, sich auf
eine andere, neue Art und Weise mit Pelz zu schmücken und Pelz zu tragen.
Bei einigen der Fell-Ringe wird das eigene (dazugehörige) Tier mit
einbezogen. Sie verwandeln sich und zeigen einen Bildausschnitt aus dem
Lebensraum der Tiere. |