Heike Besslich

Heike Besslich

Werkstatt für Schmuck

Senftlstrasse 9

81541 München

 

Telefon: +49-89-4891999

Telefax: +49-89-4891999

heibes@gmx.de

Vier Ketten, von oben nach unten:

  • ”Staubbeutelkette” schwer, 925/000 Ag oxidiert, Stahl, Nylon, Länge:126 cm

  • ”Kringelkette”, 925/000 Ag z.T. oxydiert, Akoya Perlen weiss und grau, Schnur (Dynema), Länge:94 cm

  • ”Staubbeutelkette” leicht; 925/000 Ag, z. T. oxydiert, Schnur, Länge 122 cm

  • ”Päckchenkette”, 925/000 Ag, z.T. oxydiert, Süsswasserperlen weiss und grau, Schnur (Dynema), Bayonettverschluss, Länge:42 cm

Bei allen vier Ketten habe ich mich mit Blumen und Blüten auseinandergesetzt. Inspirierend waren für mich sowohl die Samen der Blüten als auch deren Geschlechtsorgane wie z.B. die Staubbeutel. Sie hängen oft an einem winzigen dünnen Staubfaden und zittern im Wind um die reifen Pollen fortzutragen. Samen werden in der Natur übermässig viele produziert. Regenwasser und Wind spülen Samen über die Erdoberfläche, Zufälligkeit spielt hier eine grosse Rolle- Anhäufungen entstehen, verändern sich wieder, ordnen sich neu. Diese Zufälligkeit auszudrücken und das Bild der Bewegung sichtbar zu machen war mir bei meinen Ketten wichtig.

 

 

Philosophie:

 

Meinen Schmuckstücken liegt immer eine konkrete Idee zugrunde. Dabei inspirieren mich die vielfältigen Formen und Strukturen in meiner natürlichen Umgebung und Erfahrungswelt. In der Regel entstehen meine Schmuckstücke nicht mit einem zeichnerischen Entwurf, sondern in einem laufenden Arbeitsprozess und aus dem experimentellen Umgang mit unterschiedlichen Materialien und Techniken. Ich nehme Formen auf, entwickle erste Modelle und gestalte daraus frei gearbeitete Schmuckstücke. Ist eine Idee gereift, versuche ich sie in ihrem Reichtum an gestalterischen Möglichkeiten auszukosten. So entstehen überwiegend Kleinserien, bei denen ich grossen Wert auf Gestaltung und hochwertige Verarbeitung lege. Wichtig ist mir auch die ”Farbigkeit” von Schmuck, die sich bei meinen Stücken eher im Ton in Ton Bereich bewegt, als im bunten Farbenspiel. Gerne arbeite ich mit verschieden abgestuften Grautönen von oxidiertem Silber in Verbindung mit Perlen oder setze unterschiedliche Metalle als Kontrast gegeneinander.

 

 Je nach Thematik entsteht eine eigene Formensprache und damit oft sehr unterschiedliche Kollektionen, die sowohl technischen, als auch organischen Charakter haben können.

 

Einer meiner Arbeitsschwerpunkte ist die Umsetzung von Beobachtungen aus der Natur in Schmuck. Dabei geht es mir nicht um florale Dekoration, sondern um die Erforschung neuer dreidimensionaler Formen.

Mein besonderes Interesse gilt dabei dem Thema Blumen und Blüten, welches auch Thema meiner Diplomarbeit war. Besonders inspirierend sind für mich vor allem die Geschlechtsorgane der Blüte, wie Staubbeutel und Fruchtknoten, sowie die Samen, die nach einer Blütenbefruchtung entstehen können.

Schmuck ist für mich ein spielerisches Mittel, Gefühle und individuelle Persönlichkeit auszudrücken. Meine Stücke sollen Lust wecken, sie zu berühren, zu tragen, mit ihnen zu leben.

 

Lebenslauf

1971

geboren in Konstanz

1990

Abitur

1991-1994

Goldschmiedelehre im Pestalozzi Kinderdorf in Wahlwies bei Stockach

1994-1996

Gesellenjahre bei Ulla und Martin Kaufmann in Hildesheim

1995

Aufnahme in die Begabtenförderung berufliche Bildung des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie

1996-2001

Studium an der Hochschule für Gestaltung in Pforzheim, Studiengang Schmuck und Gerät

1999

Studium an der Rhode Island School of Design Providence, USA

2001

Abschluss als Diplomdesignerin

seit 2001

freischaffend in München

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